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Schießstandneubau
Lange Jahre, ja
Jahrzehnte haben wir geplant, geplant aber auch gespart, denn es war uns schon
klar, irgendwann mußte der endgültige Anstoß erfolgen und der große Schritt in die
Zukunft getan
werden. Sicherlich hatten wir in den 50er und 60er Jahren einen Schießstand der
zweckmäßig war
und unseren Bedürfnissen gerecht wurde, aber er war eben doch in die Jahre gekommen und
konnte die Grundforderungen des modernen Schießsports nicht mehr erfüllen.
Jeder verspürt heute am eigenen
Leibe, wie schnell sich die Dinge wandeln und wie flexibel man sein
muß, um den Anschluß zu halten. 1995 wurde klar, daß eine Standortveränderung im
Ortskern nicht zu
ermöglichen war. Sinnvollste Variante war somit ein Um - und Ausbau unserer vorhandenen
Anlage.
Die ersten Pläne entstanden, und das Geld wurde gezählt. Der Verein entschloß sich
letztendlich zu
folgendem Konzept:
Das bisherige Gebäude wird, vornehmlich aus
finanziellen Gründen, erhalten und renoviert.
Die bisher offene KK-Schießbahn wird in Hallenform gekapselt, da aus Lärmschutzgründen
in naher
Zukunft zu erwarten ist, daß offene Schießstände nicht mehr genehmigungsfähig sind.

Der bisher im Altgebäude enthaltene Luftgewehrstand wird in einen Pistolenstand
umfunktioniert,
auf der Freifläche vor dem Schießstand wird eine Mehrzweckhalle errichtet, die eine
erweiterte
Anzahl von kurzzeitig demontierbaren Luftgewehrständen enthält und alle Räumlichkeiten,
die für
ein funktionales Schießsportzentrum erforderlich sind. Der erste Schock stellte sich
schnell ein,
als uns von fachkundiger Seite die Kosten des Objektes errechnet worden waren. Unsere
schon
eingeschränkten Wünsche hatten die Millionengrenze deutlich überschritten. Dann wurde
jedoch
alles pragmatisch analysiert und ein Rahmenplan entwickelt, der unseren Traum
realisierbar
werden ließ. Wir sind heute sicher, daß unser Vorhaben umgesetzt werden kann, ohne den
Verein
finanziell zu gefährden. Schließlich wurde im Rahmen der entscheidenden Versammlungsab-
stimmung ein einstimmiges Votum zu Gunsten unseres Objektes erreicht, und diese Tatsache
erfüllte unsere Gemeinschaft mit Stolz und Freude. Die Planung wurde sofort energisch
vorangetrieben und die ersten Vorbereitungsarbeiten in Angriff genommen.

Ein brachliegendes Grundstück wurde aufbereitet und als Baugrund verkauft, um die
finanzielle
Basis zu verbessern. Der alte KK-Stand wurde dem Erdboden gleichgemacht und die Sohle
der neuen KKSchießhalle gegründet, nachdem wir endlich die Baugenehmigung erhalten
hatten.
Die alte KK-Schießanlage wurde demontiert und das Gelände eingeebnet.

Alle waren in Aufbruchstimmung und schon am 3.9.1997 konnten wir den Grundstein für den
ersten Bauabschnitt legen.

Die Schießhallensohle wird
geglättet.

Die anläßlich dieses feierlichen Aktes gehaltene Rede unseres Ehrenpräsidenten,
Albert Ernst,
möchten wir an dieser Stelle einfügen.
Sehr verehrte
Festgäste, liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder, der heutige Tag bildet
einen weiteren Markstein in der Geschichte
unseres Vereins. Es soll ein lang gehegter Wunsch
zur Tat und Wirklichkeit werden.
Unser Verein soll ein neues Schützenhaus und eine Schießanlage nach neuesten Erkennt-
nissen erhalten.
Zu einer solchen Tat gehören Ausdauer,
Vertrauen, Kameradschaft, Gemeinschaftssinn, eine
Portion Mut und letzlich auch viel Geld und
eine Arbeitsleistung in großem Ausmaße.
Durch langjährige gezielte und gewollte
Eigenkapitalansammlung, hervorragende Veranstalt-
ungsergebnisse und den Einsatz vieler ehrgeiziger
Mitglieder war es möglich, einen Grundstock
zu sammeln, der uns dazu ermunterte, den Bau einer
neuen großen Schießstätte in Angriff zu
nehmen.
Nicht nur die Spenden für die wir besonders dankbar sind sondern auch die Bereitschaft
unserer Mitglieder, ihre eigene Arbeitskraft
einzusetzen, hat uns in dem Vorhaben bestärkt.
Nicht vergessen dürfen wir die finanzielle
Hilfe unserer Gemeinde Oyten, die Hilfe des Landkreises
Verden und hoffentlich auch die des
Sportbundes.
Eine große Hilfe war auch der für uns
preisgünstige Bauplatzverkauf. Nachdem der ursprünglich
vorgesehene Neubau in der Nähe des
Feuerwehrhauses nach mehreren Verhandlungen in
Verbindung mit der Gemeinde nicht zustande kam,
soll nun auf dem vereinseigenen Gelände
-hier an der Jahnstraße unsere neue Schießstätte entstehen.
Allen, die ihr Bestes dazu beigetragen haben, damit wir den Grundstein zu unserer neuen
modernen Schießstätte legen können, möchte
ich im Namen des Vereins herzlich danken.
Hierbei wollen wir nicht vergessen, wie
schwer es war, ein solches Vorhaben voranzubringen,
zumal die verschiedenen Veränderungen in
unserem Vorstand noch bewältigt werden mußten.
Aus diesem Grunde ein herzliches Dankeschön an die
vertretungsberechtigten Vorstandsmit-
glieder Hermann Ehlers und Bodo Becker, die
sich hervorragend für uns eingesetzt haben.
Diesen Dank möchte ich auch allen anderen
fleißigen Mitgliedern hiermit aussprechen.
Mein Dank gilt dem Architekten Klaus Cillas und
unserem Polier Peter Dühnfahr.
An Euch liebe Schützenschwestern und
Schützenbrüder, ergeht die Bitte, steht in kommenden
Wochen und Monate im echten Schützengeist
zusammen und führt das Werk zum guten Ziele.

Nun wollen wir den Grundstein legen.
Man reiche mir den Hammer für die drei
Hammerschläge.
Die Urne ist versenkt. Möge auf diesem Grund
unsere Schießstätte stolz emporwachsen.
In ihr soll ein freier Schützengeist
herrschen, der zu sportlichen Leistungen und edler
Schützenkameradschaft anspornt.

Die Hallenwände wuchsen schnell.

Die Dachkonstruktion wurde aufgetragen.

Richtfest am 10.10.1997
Kaum hatten wir diesen freudigen Anlaß hinter uns gebracht,
stand bereits am 10. 10.
1997 das Richtfest ins Haus.
Fraglos wurde auch dieser Anlaß würdig gefeiert und ein geschlossenes Gebäude gab im
Winter
Gelegenheit, den Ausbau voranzutreiben. Wir hatten das feste Ziel im Auge, anläßlich des
turnus-
gemäß für den 25. 4. 1998 angesetzten Vogelschießens, erstmals den Schießbetrieb in
unserer
Halle aufzunehmen. Wir kamen ganz schön ins Schwitzen, denn keiner hätte gedacht,
wieviele
Hindernisse aus dem Weg zu räumen waren. Wie schwer es beispielsweise ist, eine Genehmig-
ungsbehörde zufrieden zu stellen. Aber Schwierigkeiten sind bekanntlich da, um gelöst zu
werden,
und so konnten wir tatsächlich am 25.4.1998 erstmalig den Schießbetrieb aufnehmen, und
wer
hätte zu diesem Anlaß verdienter den Titel des Vogelkönigs erringen können als Peter
Dühnfahr,
ohne dessen Einsatz dieser Termin nicht zu halten gewesen wäre.

Nach einer kleinen Baupause, um unser Schützenfest in Ruhe feiern zu können, und
um Kraft
zu schöpfen, begannen wir ab Ende Juli 1998 mit den Vorbereitungen für
den zweiten Bauabschnitt.
Die Vorbereitungsarbeiten an der Baufläche für das neue Schützenhaus
mit Luftgewehrstand konnten zügig durchgeführt werden um Mitte August 1998
mit dem Erstellen der Fundamente zu beginnen.

Am 3.9..1998 sind die Fundamente hergestellt und die Eisenmatten verlegt.

8.9.1998 - Die Betonplatte ist gegossen und geglättet.

9.9.1998 - Die ersten Bausteine wurden angeliefert.
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27.11.1998 - Der Träger zwischen Aufenthaltsraum
und Luftgewehrstand ist gegossen. |

27.11.1998 - Alle Außenwände sind
hochgezogen. |

3.12.1998 - Anlieferung der Nagelbinder und der
Leimbinder die sofort aufgestellt wurden. |

15.12.1998 - Die Nagelbinder sind aufgestellt |

21.12.1998 - Richtfest wurde im "kleinsten Kreis"
gefeiert. |

27.1.1999 - Das Dach des neuen Schützenhauses ist dicht. |
Ab jetzt konnten die Innenausbauarbeiten
vorangetrieben werden.
Innenwände mauern, Putzarbeiten, Verlegen und
verfugen der Deckenplatten, Stromverteilerdosen
setzen, Elektr. Zentralverteileinheit einbauen und
Installation der Verkabelungen, Einbau der
Heizungs- und
Sanitäreinrichtungen, Herstellung
und Einbau der
Stützen für die Luftgewehranlage,
Estricheinbringung,
Hallendecke mit Profilholz
verkleiden, Fliesen legen und verfugen, Parkett
verlegen, und alle Malerarbeiten ausführen.
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4.3.1999 - Der neue Eingang zum Schützenhaus ist fertig.
Entwurf, Gestaltung sowie Ausführung erfolgte
durch Peter Dühnfahr. |

19.6.1999 - Die große Schiebewand -Tür zwischen
Aufenthaltsraum und Luftgewehrstand
ist eingebaut. |
Ungeheure
Anstrengungen waren erforderlich und jede Menge Schweißtropfen wurden noch
vergossen
um das Schützenfest 1999 in den Räumlichkeiten des neuen Schützenhauses feiern zu können.
Mit dem Königskommers wurde am Donnerstag, dem 1. Juli, die "erste" offizielle
Feier im neuen
Schützenhaus
durchgeführt. Das anschließende Schützenfest stand ganz im Zeichen des neuen
Schützenhauses. Starke Solidarität
in unseren Reihen half uns ein Schießsportzentrum moderner
Prägung, an der Jahnstraße,
zu errichten.
Große Hoffnungen setzen wir auch in unsere Bogensportabteilung die seit Oktober 1998
aktiv ist..
Wir glauben, daß hier ein Potential verborgen ist, das es zu wecken gilt.
Abschließend möchten wir
alle Interessierten einladen, sich doch einmal anzusehen, was wir mit unserer
Hände Arbeit in einer familiären Gemeinschaft geschaffen haben.
Vielleicht überzeugt das doch den
einen oder die andere, sich uns anzuschließen.
Wir würden uns sehr
freuen.
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